Philipp Dippel

07.08.2013, 7:30 Uhr:  Es ist noch etwas früh, ich bin auch etwas zu früh, aber es ist auch mein erster Tag in der Geschäftsstelle in Treysa (Mainzer Gasse).

Ich bin gar nicht so müde, denn ich bin echt aufgeregt: Wie sind wohl die Kollegen und besonders meine Ausbildungsbeauftragte, Frau Hahn, so drauf? Wie werden die Kunden mit mir umgehen? Komme ich gleich ins Team rein? Werde ich angenommen und kann mich wohlfühlen? Wie soll ich denn diese ganzen neuen Namen, Daten und Abläufe so schnell in meinen Kopf bekommen? Und vor allem: Was ist, wenn ich einen Fehler mache? Solche Fragen gingen mir durch den Kopf.

Doch schon als ich rein ging und mein Chef, Herr Fischer, mich eher zufällig direkt im Flur begrüßte, war erst mal alles vergessen. Er zeigte mir gleich die ganze Geschäftsstelle und teilte mir mit, dass ich mit der gesamten Belegschaft am nächsten Montag auf die Kirmes gehen würde und ich, wenn ich wollte, auch am Samstag beim Aufbau des Kirmeswagens helfen könne. Oh mein Gott. Wie cool ist das denn?! Ich war echt begeistert. Gleich so integriert zu werden. Besser hätte es nun wirklich nicht laufen können.

Auch als die anderen Kollegen kamen, war mir schnell klar, dass ich hier echt richtig bin. Besonders das Begrüßungsgespräch mit Frau Hahn war einfach gut. Sie war so locker, dass ich gleich viel von meiner Anspannung verlor. Ich war kurz etwas schockiert – naja, schockiert auch nicht wirklich, aber mir fällt gerade kein anderes Wort ein – als ich direkt nach dem Gespräch in die Geschäftsstelle und an den Point gelassen wurde. Würde alles funktionieren? Und es klappte super, wenn man mal von dem mehrfachen Falscheingeben des Passwortes am PC absieht ;).

Ich spielte zum Glück erst einmal den Schatten meiner Kollegen, durfte ihnen über die Schulter gucken und musste nicht, wie zuerst befürchtet direkt mit den Kunden in Kontakt treten. Doch auch das ergab sich im Laufe der ersten Tage sehr schnell und lief recht reibungslos ab. Immer wenn ich nicht weiter wusste – und das geschah am Anfang echt häufig, das könnt ihr mir glauben – konnte ich immer einen Kollegen um Hilfe bitten und sie standen und stehen mir immer mit Rat und Tat zur Seite. So war es nicht mal annähernd so schlimm, wie ich es mir gedacht hatte und es macht wirklich Spaß.

Ich bin jetzt 4 Tage in der Geschäftsstelle und ich kann für meinen Teil schon behaupten, dass ich angekommen bin. Die Abläufe klappen immer besser und das Betriebsklima ist wirklich sehr angenehm. Die einzige Herausforderung, die noch bleibt, ist das Telefonieren, aber ich bin zuversichtlich, dass auch das mit Hilfe meiner Kollegen gut funktionieren wird.